Bad Zwischenahn. Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Diese alte Fußballweisheit bringt das Spiel des VfB Oldenburg gegen den FC Oberneuland durchaus auf den Punkt. Im Stadion von Bad Zwischenahn kassierten die Blauen die erste Testspielniederlage der Vorbereitung, doch das 1:2 war nach dem Kick Nebensache, denn die Begegnung wurde durch eine Verletzung von Gazi Siala überschattet.

Mitte der ersten Halbzeit wurde der Oldenburger Mittelfeldspieler von einem Gegenspieler unglücklich von hinten getroffen, blieb mit den Stollen im Rasen hängen und verletzte sich dabei am Knie. „Ich habe ein Knacken gespürt und kann das Bein nicht richtig belasten. Ich denke aber positiv und hoffe, dass das Ergebnis im Kernspin gut ausfällt“, so Gazi Siala nach dem Spiel.

Den gut 150 Zuschauern wurde ein munteres, teils durchaus hart geführtes Spiel geboten, in dem die Gäste bereits nach einer knappen Minuten die Führung auf dem Fuß hatten. Ebrima Jobe scheiterte allerdings freistehend am gut reagierenden Dominik Kisiel. Fünf Minuten später stand der Oldenburger Torhüter erneut im Mittelpunkt, allerdings weniger Glücklich. Ein langer Abschlag seines Gegenüber wurde verlängert und sprang über den VfB-Torhüter ins Tor.

Der VfB ließ sich vom schnellen Rückstand aber nicht beeindrucken. Im Gegenteil, die Blauen zeigten eine gute Reaktion in Form eines perfekten Spielzuges. Der starke Pascal Richter setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte den Ball von der Grundlinie vor das Tor, genau auf den Fuß von Pascal „Calli“ Steinwender, der zum 1:1 einschieben konnte (10. Minute).

Vier Minuten später hätte der VfB sogar in Führung gehen müssen, doch Ibrahim „Ibo“ Temin zielte über das Dreieck, sehr zum Ärger von Maik Lukowicz, der in der Mitte freistehend auf den finalen Pass gewartet hatte.

Der Bremer Vizemeister wurde von den Blauen zwar in die eigene Hälfte gedrückt, blieb über Konter aber stets gefährlich. Das sollte sich auszahlen, denn Ebrima Jobe veredelte einen schnellen Gegenangriff des FCO zum1:2 (20.). Der VfB blieb in der Folge zwar überlegen, ließ jedoch seinerseits eine ganze Reihe guter Möglichkeiten aus. Zudem ärgerten sich die Oldenburger über die teils ruppige Gangart der Gäste, die bis zur Pause keine offensiven Akzente mehr setzen konnten.

VfB-Trainer Alexander Kiene nutzte die Pause nur für einen Wechsel. Thilo Pöpken rückte für Dominik Kisiel zwischen die Pfosten. Im weiteren Spielverlauf kamen allerdings Kifuta Kiala Makangu, Jakob Bookjans und Justin Dähnenkamp noch in die Partie.

Eben die war nach dem Seitentausch eine einseitige. Der VfB hatte gefühlt mehr als 90 Prozent Ballbesitz und schnürte Oberneuland regelrechte in, allein klare Möglichkeiten konnten sich die Blauen aus dem Spiel heraus nicht mehr erarbeiten. Gefährlich wurde es allein nach Standards, doch der Ball wollte einfach nicht mehr ins Tor.

„Mit der Leistung bin ich grundsätzlich zufrieden. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir gute Aktionen und haben strukturierten Fußball gespielt. Die zwei Gegentore waren vermeidbar, darüber werden wir zu reden haben“, so Alex Kiene nach dem Abpfiff.

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel (46. Thilo Pöpken) – Jeffrey Volkmer, Leon Deichmann, Kevin Kalinowski (65. Jakob Bookjans), Dominique Ndure – Kai Bastian Evers, Pascal Richter, Gazi Siala (25. Efkan Erdogan), Ibrahim Temin (55. Kifuta Kiala Makangu) – Maik Lukowicz, Pascal Steinwender (80. Justin Dähnenkamp)