Oldenburg. Die blau-weiße Serie hat gehalten. Der VfB Oldenburg hat das dritte Spiel in Folge gewonnen. Vor 1.391 Zuschauern gewannen die Blauen gegen den Lüneburger SK Hansa mit 3:2 und einem Oldenburger wurde nach seinem Traumtor noch auf dem Rasen vom Gäste-Trainer gratuliert.

Im Vergleich zum Spiel bei Altona 93 hatte Alexander Keine seine Startformation nur auf einer Position verändert. Kifuta rückte wieder ins Sturmzentrum, Maik Lukowicz nahm anfänglich auf der Bank Platz. Der Spielbeginn wiederum hatte dann enorme Ähnlichkeit mit jenem des Vorsonntags, denn erneut durften die Oldenburger früh jubeln. Bereits nach zwei Minuten hatten die Blauen ihre erste Chance durch Ibrahim Temin und Kifuta, die Gäste konnten jedoch zur Ecke klären. Die allerdings nutzte der VfB, denn der Ball landete erneut bei Temin und der versenkte ihn trocken zum 1:0 (2. Minute).

Der VfB blieb dran und hätte drei Minuten später erstmalig auf 2:0 erhöhen können. Kifuta scheiterte nach einem schönen Zuspiel von Jeffrey Volkmer jedoch am besten Lüneburger, Torhüter Ole Springer. In der Folge zeigten die Gäste allerdings, dass sie trotz großer personeller Sorgen – die Lüneburger waren mit nur 14 Spielern nach Oldenburg gekommen – nicht gewillt waren, das Spiel abzuschenken. Vor allem bei Standards entwickelte die Mannschaft von Teamchef Rainer Zobel viel Gefahr, so auch nach elf Minuten. Nach einer Ecke kam Tome Pauer zum Kopfball, den Ibo Temin allerdings auf der Linie klären konnte. Der Ball landete beim überraschten Eliezer Correia, der am Tor vorbeizielte.

Wirklich durchschnaufen konnten die Protagonisten in dieser Phase nicht, denn jetzt waren die Blauen wieder an der Reihe. Gleich zweimal legte Enis Bytyqi passgenau für Ibo Temin auf, der sein zweites Tor jedoch verpasste (14.) und fast schon folgerichtig schlugen die Gäste dann effektiv zurück. Nach einer Ecke rauschte der wuchtige Lukas Pägelow heran und traf mit dem Kopf zum 1:1 (23.).

Der VfB brauchte einige Zeit, um den Taktstock dieses munteren Kicks wieder fester zu greifen, hatte aber nach 35 Minuten bereits die erneute Führung auf dem Fuß. Ibrahim Temin kam zum Abschluss, doch Springer war zur Stelle und fischte den Ball aus dem Eck. Kurz darauf war der Torhüter dann aber machtlos. Calli Steinwender war mal wieder zu schnell für seinen Gegenspieler und setzte den Ball filigran ins lange Eck (43.).

Wirklich entspannter sollte es auf den Rasen auch in der zweiten Halbzeit nicht zugehen und daran hatten die kampfstarken Gäste gehörigen Anteil. Der VfB stand anfänglich etwas tiefer, wollte über schnelles Umschalten zum Erfolg kommen und hatte durchaus auch Möglichkeiten, wie etwa Kifuta nach einem Zuspiel von Nico Matern. Doch der Schuss des Oldenburger Angreifers aufs kurze Eck wurde erneut zur Beute von Ole Springer (53.).

Auf der anderen Seite verhinderte Dominik Kisiel nicht weniger reaktionsschnell den Ausgleich bei einer Chance von Can Düzel (63.) und nur vier Minuten später parierte er einen Freistoß von Thorben Deters ebenso sicher.

Der VfB seinerseits kam durch Calli Steinwender zur nächsten Möglichkeit, doch erneut war Springer zur Stelle (71.). In der 80. Minute konnte allerdings auch der Lüneburger Fänger nur noch staunen. Maik Lukowicz, zuvor für Enis Bytyqi ins Spiel gekommen, hatte mit einem strammen Schuss nur die Latte getroffen. Calli Steinwender reagierte sofort, hielt den Ball im Spiel, passte zu Jeff Volkmer, dessen Flanke die Lüneburger zwar klären konnten, dann jedoch trat Nico Matern auf den Plan. Der Oldenburger Spielgestalter nahm den Ball volley und schickte ins mit großartiger Eleganz aus fast 30 Metern in den Winkel (82.). Natürlich hielt es jetzt keinen Zuschauer mehr auf seinem Sitz und auch die Oldenburger Bankbelegschaft eilte zum Torschützen, um ihm zu gratulieren. Genauso übrigens, wie Gäste-Teamchef Rainer Zobel. „Ich liebe Fußball und bei so einem Traumtor muss man einfach gratulieren“, lautete seine Begründung für die großartige Geste.

 

Das 3:1 bedeute die Vorentscheidung, denn erst in der Nachspielzeit kamen die Schwarz-Weißen durch Thorben Deters nochmal zum Anschluss. Der VfB allerdings brachte die Führung ins Ziel.

VfB Oldenburg: 1 Dominik Kisiel – 5 Jeffrey Volkmer, 8 Kai Bastian Evers, 25 Kevin Kalinowski, 3 Dominique Ndure – 9 Enis Bytyqi (71. 16 Maik Lukowicz), 21 Nico Matern (90+2. 14 Bernard Suffner), 6 Patrick Posipal, 20 Ibrahim Temin – 7 Pascal Steinwender, 11 Kifuta Kiala Makangu (85. 22 Efkan Erdogan)
Trainer: Alexander Kiene

Lüneburger SK Hansa: 25 Ole Springer – 62 Eliezer Correia Cá, 5 Bastian-Marko Stech, 24 Lukas Pägelow – 10 Marian Kunze, 28 Tomek Pauer, 8 Stefan Wolk, 19 Fabian Istefo – 14 Thorben Deters – 17 Ante-Akira Kutschke, 46 Can Düzel
Trainer: Qendrim Xhafolli

Tore: 1:0 Ibrahim Temin (2.); 1:1 Lukas Pägelow (23.); 2:1 Pascal Steinwender (43.); 3:1 Nico Matern (82.); 3:2 Thorben Deters (90.)

Schiedsrichter/in: Mario Birnstiel – Assistenten: Maurice Milczewski, Ben-Erik Salb

Zuschauer: 1391 im Marschweg-Stadion

Gelbe Karte: Kai Bastian Evers (8.) / Fabian Istefo