Oldenburg. Alles neu macht der Mai, heißt es in einem bekannten Volkslied. Im übertragenen Sinn gilt das auch für den VfB Oldenburg. Im Rahmen einer außerordentlichen Delegiertenversammlung hat der Traditionsverein am Montagabend einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Dabei konnten die Mitglieder auch einen Rückkehrer begrüßen.

„Wir sind sehr froh und auch stolz, so hochkarätige Persönlichkeiten für die Gremien unseres Vereins gewonnen zu haben. Vertretend für meine Kollegen im Vorstand darf ich sagen, dass ich mich auf eine harmonische und konstruktive Zusammenarbeit freue und sicher bin, dass unser VfB Oldenburg für die Zukunft sehr gut aufgestellt ist“, erklärte Präsident Klaus Berster, der den Delegierten für das entgegengebrachte Vertrauen dankte.

Gemeinsam war im Vorfeld der Sitzung beschlossen worden, dass der bisher amtierende Aufsichtsrat zurücktreten würde. Während Dr. Dirk Habe, Helge Ihnen und Helmut Jordan für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung standen, wurden die Unternehmer Andreas Niehaus und Gerald Hoppmann sowie Prof. Dipl.-Ing. Hans-Georg Oltmanns vom Ehrenrat ebenso für die Wahl vorgeschlagen, wie Stefan Könner (Geschäftsführer GSG Oldenburg), Jürgen Müllender (Vorstand Öffentliche Versicherungen), Dr. jur. Alexander Wandscher (Rechtsanwalt und Notar, Wandscher & Partner) und Thomas Joos (Executive Director Borussia Dortmund bei Lagardère Sports). Sie alle wurden unter dem Beifall der Delegierten einstimmig in das höchste Gremium des VfB Oldenburg gewählt.

Für Stefan Könner ist die Übernahme des Amtes eine Rückkehr in ein Vereinsgremium. Der Geschäftsführer der GSG Oldenburg stand dem VfB bereits zwischen 2011 und 2013 als Präsident vor. Auch Thomas Joos hat eine blau-weiße Vergangenheit. Bevor er seine erfolgreiche Karriere in der Sportvermarktung startete, spielte er als Torhüter im Profifußball und stand zwischen 2003 und 2005 auch für die Blauen zwischen den Pfosten.

Andreas Boll, der bis Ende April noch als sportlicher Leiter in der Verantwortung gestanden hat, wechselte in den Vorstand. Er komplettiert das Führungsgremium, dem außerdem weiterhin Benjamin Dau, Detlef Dierks und als Präsident Klaus Berster angehören. Er sei überzeugt, dass der VfB Oldenburg mit dieser personellen Zusammensetzung in eine positive Zukunft blicken könne, betonte Klaus Berster. Dem Vernehmen nach konnte der Vorstand mit Helmut Jordan einen weiteren Fachmann für die Vorstandsarbeit gewinnen. Die Bestätigung seiner Vorstandsmitgliedschaft durch den Aufsichtsrat soll im Rahmen der ersten AR Sitzung erfolgen.

Parallel zur neuen personellen Ausrichtung der Gremien wurde den Delegierten auch ein Einblick in die Zusammensetzung der Spielbetriebsgesellschaft gegeben. Haupt- und Mehrheitseigener ist der VfB Oldenburg. Der Gesamtverein hält 51 Prozent der Anteile. Darüber hinaus ist es gelungen, 49% der Anteile gleichmäßig zu verkaufen. Mit Peter Wendeln (16,33%) und Gerald Hoppmann (16,33%) ist es gelungen, zwei bekannte Unternehmer als Gesellschafter zu gewinnen, die den VfB Oldenburg seit vielen Jahren als Partner nachhaltig unterstützen. Weitere Anteile an der Gesellschaft werden zudem durch die VfB-GbR (16,33%) gehalten, die durch Andreas Niehaus vertreten wird. In dieser GbR sind die Anteile von Frederic und Philipp Gloth (Paul Hewitt), Hans-Georg Oltmanns und Andreas Niehaus zusammengefasst. „Wir sind sehr froh, dass wir mit diesem Modell, das durch langjährige, bewährte Freunde des VfB getragen wird, die Finanzierbarkeit des Fußballs sicherstellen und das Risiko des Gesamtvereins minimieren konnten, ohne dass der Verein dabei an Einfluss verloren hätte“, betont Hans-Georg Oltmanns.