Oldenburg. Mit einem Spiel gegen den HSC Hannover am Sonntag, um 14 Uhr, endet für den VfB Oldenburg das Fußballjahr 2019 im Marschwegstadion. Bereits zweimal standen sich beide Mannschaften in dieser Saison gegenüber und zweimal konnten die Blauen gewinnen. Dreimal ist ja bekanntlich Oldenburger Recht, doch freiwillig werden die Gäste die Punkte wohl kaum abgeben.

Die bisherige Bilanz ist aus Oldenburger Sicht natürlich eine echte Erfolgsgeschichte. Das Hinspiel in Hannover gewannen die Blauen 3:0, im Viertelfinale des Krombacher-Landespokals siegte der VfB mit 6:1. Einen weiteren Erfolg deshalb als selbstverständlich vorauszusetzen, verbietet sich allerdings in jeder Hinsicht.

Die Gäste, aktuell Tabellenschlusslicht, haben im Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben, ganz im Gegenteil. Mit derzeit elf Punkten auf dem Konto haben sie zwar einen kleinen Rückstand, aber der ist allemal aufholbar. Der Trend ist diesbezüglich zwar ein Stimmungskiller, denn seit zehn Spielen ist die Mannschaft von Trainer Martin Polomka ohne Sieg, doch es waren viele knappe Niederlagen, die der Aufsteiger einstecken musste.

Auswärts ist die Mannschaft, die in Torhüter Sascha Algermissen einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten hat, in dieser Saison zwar noch ohne Sieg, hat aber in den Derbies beim TSV Havelse und Hannover 96 II ebenso punkten können, wie in Rehden und beim Hamburger SV II. Dabei überzeugte Hannover mit einer stabilen Defensive.

Die Gäste sind zwar neu in der Regionalliga, die Mannschaft allerdings bringt schon einige Erfahrung auf den Rasen, etwa durch den Ex-Oldenburger Ferhat Bikmaz, Niklas Keine oder Deniz Tayar. Bereits im Hinspiel wurde deutlich, dass der HSC vor allem auf spielerische Elemente setzt. Lange taten sich die Oldenburger seinerzeit schwer, nachdem sie recht früh einen Strafstoß vergeben hatten.

Deutlich wurde es hingegen im Pokal. Ibrahim Temin, Enis Bytyqi und Kifuta Kiala Makangu sorgten jeweils zweimal dafür, dass die Tormusik eingeschaltet werden durfte. Es liegt auf der Hand, dass die Blauen einen Erfolg gerne wiederholen wollen, doch Trainer Alexander Kiene hat einige personelle Baustellen.

Andrej Startsev ist nach seinem unglücklichen Platzverweis aus der Vorwoche diesmal gesperrt. Kevin Kalinowski dagegen fehlt verletzungsbedingt. Ob der Abwehrrecke in diesem Jahr noch einmal auflaufen kann, ist offen. Auch der Einsatz von Dominique Ndure ist fraglich. Ihn plagen muskuläre Probleme. Erschwerend kommt hinzu, dass der eine oder andere Spieler in dieser Woche im Training aus beruflichen Gründen kürzertreten musste. Dennoch herrscht im blau-weißen Lager Optimismus und alle sind heiß darauf, sich mit einem Sieg von den eigenen Fans zu verabschieden.