Otuali trifft den Pfosten

Schiedsrichter: Alexander RoppeltLinienrichter: Luca Sambill, Bela Bendowski
Zuschauer: 3.372
VfB muss sich gegen HSV II mit 0:0 bescheiden
Spielbericht vom 23. März 2025
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Oldenburg/fs. Der VfB Oldenburg hat seine Serie ausgebaut. Nach dem 0:0 gegen den Hamburger SV sind die Blauen jetzt seit elf Spielen ungeschlagen. Dennoch hätte es vor 3.373 Zuschauerinnen und Zuschauern durchaus etwas mehr sein dürfen. Aber die Oldenburger hatten Pech, denn Moses Outali scheiterte mit seinem Schuss am Innenpfosten.
„Wenn Moses in der Szene das Tor macht, wird es sein Spiel“, sagte Dario Fossi nach dem Schlusspfiff, rückblickend auf die 19. Spielminute. Sein VfB war gut ins Spiel gekommen, dominierte die Anfangsphase und hatte bereits nach sechs Minuten die erste Chance. Ein Schuss von Adem Podrimaj wurde allerdings zur Ecke abgefälscht.
Der HSV kam lange nicht ins Spiel, was auch damit zu tun hatte, dass die Oldenburger früh attackierten. Vor allem Moses Otuali machte viele Wege, sorgte mit ständigem Anlaufen dafür, dass die beiden Innenverteidiger der Gäste kaum ungestört ins Passspiel kamen. In der 19. Minute entwischte der schnelle Oldenburger seinen ehemaligen Mitspielern dann erstmals und kam aus vollem Lauf zum Abschluss. Torhüter Hannes Steffen Hermann machte sich ganz lang, kam aber nicht mehr an denn Ball. Der war auf dem Weg ins lange Eck, ehe eine kleine Bodendelle für eine minimale Richtungsänderung sorgte. Statt ins Netz zu rollen, klatschte der Ball an den Innenpfosten, sprang zurück ins Feld, so dass Lukas Leonard Bornschein zur Ecke klären konnte.
Pech für den VfB, der bis zur Pause nur noch zu einer guten Möglichkeit kam. Über Pascal Richter und Vjekoslav Taritas kam der Ball zu Rafael Brand, der das Tor mit seinem wuchtigen Schuss jedoch verfehlte (32.). Die Hamburger ihrerseits wurden offensiv kaum gefährlich und hatte, von einer missglückten Flanke von Omar Abdel Megeed abgesehen, keine einzige Torchance. „Wir waren defensiv sehr stabil, haben über die 90 Minuten kaum eine Chance zugelassen. Damit bin ich sehr zufrieden“, so Dario Fossi nach dem Spiel.
Offensiv hätte es aber mehr sein müssen, befand der Trainer, der sich noch mehr Gier von seiner Mannschaft gewünscht hatte. „Man bekommt nicht so viele Chancen. Hat man dann eine, muss man zustechen“, so der VfB-Trainer, der in der Halbzeit gleich drei Wechsel vornahm. Für Anouar Adam, der für sein erstes Foul direkt die gelbe Karte gesehen hatte, sowie Pascal Richter und den verletzten Willem Hoffrogge kamen Aurel Loubongo, Drilon Demaj und Leon Deichmann ins Spiel.
Es sollte eine gute Viertelstunde dauern, ehe die Gastgeber erneut gefährlich wurden. Vjekoslav Taritas hatte einen Freistoß aus gut 22 Metern gekonnt über die Mauer gezirkelt, doch Hermann war zur Stelle und konnte den Ball um den Pfosten lenken (64.). Der VfB machte jetzt Druck, schnürte die Hamburger einige Minuten lang ein, war aber im Abschluss nicht zwingend genug.
Dass die Null letztlich auf beiden Seiten stand, war auch dem überaus aufmerksamen Jhonny Peitzmeier im Oldenburger Tor zu verdanken. Nach einem Konter über die rechte Seite kam der kurz zuvor eingewechselte Ayukayoh Mengot zum Abschluss, doch „Peitze“ war zur Stelle (79. Spielminute).
Mit Julian Boccaccio für Moses Otuali und Patrick Möschl für Rafael Brand kam in der Schlussphase nochmals zwei frische Offensivspieler und die Blauen nochmal zu Chancen. Loubongo scheiterte allerdings an Hermann (90.+1.) und Boccaccio wurde regelwidrig gestoppt. „Der Abwehrspieler hält mit am Trikot fest, ich komme nicht weg. Ein klares Foul“, ärgert sich der Oldenburger, denn der Pfiff von Schiedsrichter Alexander Roppelt blieb aus.